Juan-Sebastian Kleta, Marc Mercier und Maximilian Grün holen bei den hessischen Hallen-Meisterschaften der U20 jeweils drei Medaillen
  26.01.2022 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Juan-Sebastian Kleta (TV Gelnhausen) lieferte über 60 Meter mit 7,12 Sekunden die schnellste Vorlaufzeit ab und schaltete im Finale dann noch einen Gang hoch. Das bedeutet im aktuellen DLV-Ranking den zehnten Platz und könnte bei einer kleinen Steigerung bei den Jugend-Titelkämpfen dann eventuell sogar die Finalteilnahme bedeuten. Die beiden nächsten Plätze gingen an den ASC Darmstadt. Marc Mercier setzte sich in 7,12 Sekunden gegen seinen Teamkollegen Maximilian Grün (7,18 sec.) durch. Einziger U18er im Endlauf war Julian Rubel (Königsteiner LV). Der Sprint-Hessenmeister vom Wochenende zuvor musste bei den ältere Jungs nach 7,17 Sekunden in der ersten Runde, dann mit dem ungeliebten vierten Platz (7,21 sec.) zufrieden sein.

Zu einer klaren Angelegenheit für Finn Kohlenbach (Königsteiner LV) wurden die 200 Meter. Im vierten von fünf Zeitläufen hatte Rasmus Isenbart (Eintracht Frankfurt) 23,47 Sekunden als bis dahin beste Zeit vorgelegt. Diese Marke war nach dem letzten Rennen dann nur noch Schall und Rauch. Kohlenbach, er findet sich in seinem ersten U20-Jahr, machte von Beginn an mächtig Druck und stürmte in ganz starken 22,15 Sekunden um die Bahn und sortierte sich damit bundesweit auf der sechsten Position ein. Colin Ansorge (SSC Bad Sooden-Allendorf) hatte als Zweiter mit 23,09 Sekunden bereits einen größeren Rückstand. Rasmus Isenbart fand sich am Ende auf dem dritten Platz wieder.

Über 400 Meter gab es einen Doppelsieg für den TV Groß-Gerau. Maurice Andrew setzte sich in 51,55 Sekunden knapp gegen Erik Schmerler (51,60 sec.) durch. Dahinter gab es dann etwas „Luft“, ehe Joel Borken (TV Waldstraße Wiesbaden/54,45 sec.) über die Ziellinie lief.

Mittelstreckler Jan Dillemuth (TV Assenheim) kontrollierte die 800 Meter nach Belieben und in 1:54,21 Minuten seiner Favoritenrolle vollauf gerecht, ohne total gefordert zu werden. Sehr spannend war der Kampf um die weiteren Medaillen. Als es in die Zielkurve ging, lag Louis Buschbeck (Königsteiner LV) noch auf dem vierten Platz. Doch mit einem harten Spurt sammelte der U18-Youngster dann noch zwei Gegner ein und holte sich mit der neuen Bestzeit von 1:58,38 Minuten die Vizemeisterschaft. Nick Fröhlich (KSV Baunatal/1:58,51 min.) durfte auf die dritte Stufe des Treppchens steigen. Unter der „Zwei-Minuten-Marke“ blieb auch noch Luis Börkey (TV Waldstraße Wiesbaden/1:59,17 min.).

Lediglich ein Trio war über 1500 Meter unterwegs. Nach einer Weile hatte sich Nick Fröhlich (KSV Baunatal) abgesetzt und lief in 4:10,33 Minuten zum Sieg. Philipp Volkmer (LAZ Gießen) sicherte sich nach 4:15,43 Minuten „Silber“ und für Timo Heise (TV Waldstraße Wiesbaden) standen am Ende 4:30,26 Minuten auf der Urkunde.

Nich viel besser sah es bei der Resonanz mit nur vier Startern über die 3000 Meter aus. Tristan Kaufhold (SSC Hanau-Rodenbach/noch U18) hatte im Finish den besseren Kick und setzte sich in 8:57,65 Minuten knapp gegen Daniel Ellis (TV Wetzlar/8:58,65 min.) durch. Arvid Lösel (TV Oberstedten) hatte als Dritter mit 9:29,35 Minuten bereits einen gehörige Rückstand.

Ein Klasse für sich war über die 60 Meter Hürden Aaron Giurgian. Der Zugang beim Sprintteam Wetzlar feierte mit starken 7,84 Sekunden eine gelungene Premiere im Trikot seines neuen Vereins. Mit dieser Leistung kann Aaron bei der Vergabe der DM-Medaillen in Sindelfingen bestimmt ein Wörtchen mitreden. Colin Ansorge (SSC Bad Sooden-Allendorf) kämpfte sich in 8,62 Sekunden durch den Hürdenwald und lag damit eine zehntel Sekunde vor Erik Sürek (Wiesbadener LV).

Maximilan Grün (ASC Darmstadt) reichte im Hochsprung ein einziger Sprung zum Sieg. Der Südhesse segelte gleich beim ersten Versuch über 1,94 Meter. Damit war der Titel eingetütet und Maximilian ließ 2,01 Meter auflegen. Damit klappte es diesmal aber nicht. Die übrigen HM-Plaketten gingen mit 1,91 Metern an Julian Eufinger (TG Camberg/noch U18) und Valentin Schomburg (TV Gelnhausen/1,88 m).

Beim Stabhochsprung hatte ein Zehnkämpfer die Nase vorne. Markus Wagenleitner (Königsteiner LV) packte auf seinen alten Hausrekord zehn Zentimeter drauf und ist nun bei 4,40 Metern angekommen. Stabkader-Mitglied Nick Lehl (TSG Wehrheim) schwang sich als Zweiter über 4,20 Meter. Dahinter reihte sich mit Friedrich Schulze (TV Gelnhausen/4,10 m) ein weiterer Mehrkämpfer ein. Top-Favorit Benedikt Haug (ASC Darmstadt) findet nach längerer krankheitsbedingter Pause erst langsam wieder zurück in die Spur.  Der Dritte der Nachwuchs DM von Rostock schwang sich als Vierter über 3,80 Meter.

Eine knappe Zentimeter-Entscheidung gab es beim Weitsprung. Im fünften Durchgang zeigte Juan-Sebastian Kleta (TV Gelnhausen) und hatte damit die Führung sicher, wurde dann aber von Marc Mercier (ASC Darmstadt) ausgekontert, der mit seinem letzten Sprung auf 6,85 flog. Bei Björn Langer (LG Wettenberg) reichten 6,20 Meter für die Bronzemedaille.

Eine Medaillen-Garantie, lediglich die Reihenfolge musste noch ermittelt werden, hatten die drei Starter im Dreisprung. Am Ende hat Ben Philipp Keil (Eintracht Frankfurt) mit 13,25 Metern rund einen halben Meter Vorsprung auf Lukas Heckmann (LG Odenwald/12,74 m). Der beste Versuch von Christopher Knopp (TSF Heuchelheim) wurde bei 12,49 Metern gemessen.

Dass klare Favoriten nicht immer siegreich sind, musste die Startgemeinschaft „Königstein/Groß-Gerau/Kronberg“ bei den 4x200 Metern schmerzlich erfahren. Das Team in der Besetzung Aaron Amenta, Finn Kohlenbach, Maurice Andrew und Julian Rubel fabrizierte zwei unterirdisch schlechte Wechsel (inklusive Stabverlust) und musste sich somit vom sicher geglaubten Titel verabschieden. Schlussläufer Julian Rubel stürmte mit viel Wut im Bauch noch vom dritten Rang auf die Silber-Position (1:33,15 min.) vor und sicherte damit dem Quartett die DM-Qualifikation. Die Startgemeinschaft „Darmstadt/Gelnhausen“ mit Juan Sebastian Kleta, Maximilian Grün, Marc Mercier und Juan-Sebastian Kleta lag nach der ersten Runde noch auf Platz zwei, wechselte aber um Klassen besser. Das wurde dann auch mit dem Sieg in 1:31,99 Minuten belohnt. Die Jungs der Frankfurter Eintracht (1:33,84 min.) liefen auf den dritten Platz.