Hessische Mehrkampf-Asse können ihre Titel nicht verteidigen - Absage der Hallen-DM (Halle/Saale) wegen Corona-Pandemie
  13.01.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Das war’s. Die beiden Mehrkampf-Asse Vanessa Grimm (Königsteiner LV) und Andreas Bechmann (Eintracht Frankfurt) können ihre Mehrkampf-Titel unter dem Hallendach leider nicht verteidigen. Die auf das Wochenende 30./31. 31. Januar terminierten deutschen Meisterschaften in Halle an der Saale wurden abgesagt. Damit haben die beiden Bundeskader-Athleten keine Möglichkeit, ihre „Gold-Coups“ aus dem Vorjahr zu wiederholen. Am ersten Februar-Wochenende des letzten Jahres hatten Grimm und Bechmann mit 4263 Punkten (Hallen-Fünfkampf) bzw. 6097 Zählern (Hallen-Siebenkampf) einen glänzenden Einstand in die Saison 2020. Hinzu kamen damals aus hessischer Sicht noch vier weitere Platzierungen unter den „Top-Acht“.

„Die Absage ist wirklich schade, da ich momentan sehr gut drauf bin. Die Hallen-DM ist immer eine gute Möglichkeit zur Standortbestimmung. Besonders, weil wahrscheinlich auch eine ganze Reihe Athletinnen mit einem Leistungsvermögen jenseits der 6000 Punkte im Siebenkampf am Start gewesen wären. Die Vorbereitung der letzten Monate war auf die Deutschen ausgerichtet. In den letzten Wochen haben wir die Umfänge reduziert und sehr wettkampforientiert trainiert“, berichtet der langjährige Schützling von HLV-Coach Philipp Schlesinger.

Die zuständigen Stellen in Halle informierten jetzt den Deutschen Leichtathletik Verband (DLV), dass aufgrund der dynamischen Entwicklung von Corona die DM in der Sportanlage „Brandberge“ nicht stattfinden kann. Die Entscheidung fiel in enger Abstimmung mit dem Stab des städtischen Katastrophenschutzes. „Die Stadt Halle verzeichnet nach wie vor so hohe Infektionszahlen, dass eine Zulassung dieser für den Leichtathletiksport so wichtigen Veranstaltung derzeit nicht vertretbar ist“, hieß es aus dem Büro von Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand. Die Händelstadt in Sachsen-Anhalt hat derzeit einen Inzidenzwert von über 300 und gehört damit bundesweit zu den Corona-Hotspots.

Für Grimm und ihren Trainer ist die Suche nach einer hochwertigen Alternativ-Veranstaltung eher sehr schwierig. Die Top-Mehrkämpferinnen des DLV hatten für das internationale Meeting im französischen Clermont-Ferrand eine Einladung, die von den Verantwortlichen wegen der DM (eine Woche später) damals aber absagten. Eine „kleine“ Alternative für die Polizei-Kommissarin ist an diesem Sonntag das Eintracht-Sportfest in Frankfurt/Kalbach, bei dem dann zum Testen ein Dreikampf (60 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen) auf dem Programm steht.